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Biografie

"One of the most exciting and sought-after conductors working today..." (The Guardian)

Andris Nelsons ist Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra und Gewandhauskapellmeister des Gewandhausorchesters Leipzig. Durch diese beiden Positionen und sein persönliches Engagement entstand so auch eine zukunftsweisende Verbindung zwischen den zwei Institutionen, die den Grammy-gekürten Nelsons als einen der renommiertesten und innovativsten Dirigenten in der internationalen Musikszene ausweisen.

Seine Tätigkeit als Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra (BSO) nahm Nelsons mit Beginn der Saison 2014/15 auf. Im Rahmen der Reihe „Great American Orchestras“ der Carnegie Hall wird das Orchester seine Auftritte mit einer konzertanten Sonderaufführung vom dritten Akt von Wagners „Tristan und Isolde“ mit Jonas Kaufmann fortsetzen.

Seit seiner Ernennung zum Gewandhauskapellmeister im Februar 2018 haben Nelsons und das Gewandhausorchester eine Reihe erfolgreicher Tourneen absolviert, darunter ihre erste gemeinsame Asienreise im Mai/Juni 2019. In der laufenden Saison hat das Orchester bereits zwei Europa-Tourneen, unter anderem bei den BBC Proms, den Festivals in Salzburg und Luzern sowie dem renommierten Wiener Musikverein absolviert. Ein besonderes Highlight für Nelsons, das Boston Symphony Orchestra und das Gewandhausorchester fand im Oktober und November 2019 statt: Im Rahmen der Kooperation zwischen den beiden Orchestern gaben sie gemeinsam drei Konzerte in Boston, auch trat das Gewandhausorchester innerhalb der Abonnementreihe des BSO auf.

Charmant. Packend. Phänomenal.

SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

In der Saison 2019/20 setzt Nelsons seine regelmäßige Zusammenarbeit mit den Wiener Philharmonikern fort, die er beim prestigeträchtigen Neujahrskonzert 2020 dirigierte, das weltweit millionenfach übertragen wurde. Zum Anlass des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens geben die Wiener mit Nelsons einen Zyklus aller Sinfonien Beethovens auf Tournee im Théâtre des Champs Elysées, der Philharmonie am Gasteig in München sowie der Elbphilharmonie Hamburg. Im Laufe seiner Karriere hat Nelsons außerdem vielfach mit den Berliner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zusammengearbeitet und war regelmäßiger Gast bei den Bayreuther Festspielen sowie am Royal Opera House Covent Garden.

„Nelsons’ Interpretation [Schostakowitschs 10. Sinfonie] ist gewaltig, charakterisiert durch ein wunderbares Gespür für Atmosphäre [...] Was Nelsons so unglaublich beeindruckend macht, ist seine Präzision, mit der er jeden Akzent, jedes grimmige Sforzando angeht. Er ist der rhythmischste unter den Dirigenten. […] Ich möchte keinen Zweifel darüber lassen, dass dies eine der besten Darbietungen ist, die ich von diesem großartigen Stück je gehört habe. Zu sagen, dass dies eine gute Zukunft für Nelsons‘mit dem Boston Symphony verheißt, wäre mehr als ein Understatement.“

Gramophone Magazine

Die exklusive Partnerschaft von Andris Nelsons und der Deutschen Grammophon Gesellschaft ebnete den Weg für drei herausragende Großprojekte, die derzeit entstehen: Nelsons und das Boston Symphony Orchestra veröffentlichen einen Schostakowitsch-Zyklus, der alle Sinfonien und die Oper „Lady Macbeth von Mzensk“ beinhalten wird. Die ersten vier CDs sind bereits erschienen, wobei die ersten drei mit je einem Grammy für „Best Orchestral Performance“ ausgezeichnet wurden, und die neueste CD zusätzlich in der Kategorie „Best Engineered Album“ gewann. In Zusammenarbeit mit dem Gewandhausorchester Leipzig arbeitet Nelsons an einem Projekt, welches Bruckners Sinfonien neu beleuchtet und ihnen Werke von Wagner an die Seite stellt. Von der Presse wurde dieses Projekt hoch gelobt, zuletzt im Mai 2019, als die neueste CD veröffentlicht wurde. Darüberhinaus wurde im Oktober 2019 Nelsons‘ Aufnahmen aller Beethoven Sinfonien mit den Wiener Philharmonikern veröffentlicht.

1978 als Kind einer Musikerfamilie in Riga geboren, begann Andris Nelsons seine Karriere als Trompeter im Orchester der Lettischen Nationaloper bevor er Dirigieren studierte. Von 2008 bis 2015 war er Musikdirektor des City of Birmingham Symphony Orchestra, 2006 bis 2009 Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und von 2003 bis 2007 musikalischer Leiter der Lettischen Staatsoper.