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Wiener Philharmoniker at the Musikverein

Nelsons zelebriert ein Hochamt des Schönklangs, bringt sangliche Melodiestimmen behutsam zur Entfaltung und lässt Spannungsbögen in Dezibelspitzen gipfeln, die sich nie lärmig präsentieren, sondern als wohlig-ausgewogene Mischung der Dreifaltigkeit Streicher, Blech- und Holzbläser.

Der Standard

“Mozarts prunkvoller “Linzer Symphonie” steht der Vollklang der Philharmoniker bestens an. Nelsons zelebriert ein Hochamt des Schönklangs, bringt sangliche Melodiestimmen behutsam zur Entfaltung und lässt Spannungsbögen in Dezibelspitzen gipfeln, die sich nie lärmig präsentieren, sondern als wohlig-ausgewogene Mischung der Dreifaltigkeit Streicher, Blech- und Holzbläser.

Das gilt auch für Antonín Dvořáks Sechste Symphonie – ein Meisterwerk, das sträflich im Schatten seiner jüngeren Geschwister, der Nummern sieben bis neun, steht. Bereits der Kopfsatz begeistert, wirkt wie gespeist von der dunklen Glut einer Brahms-Partitur. Nelsons lässt diese Energien glosen, ohne darüber das Feingefühl für die melodischen Schönheiten des Werks zu verlieren, die vor allem im zweiten Satz steinerweichende Wirkung entfalten. Höhepunkt dennoch: Ein Scherzo, das von einem fast Bruckner-haften Beat vorangetrieben wird (tatsächlich: einem tschechischen Furiant). Musik, die dem Publikum nicht nur in die Beine fuhr, sondern ihm letztendlich den Applaus aus den Händen riss.”

Der Standard

“Mögen andere an historische Aufführungspraxis denken – dieses Orchester hat seinen Goldklang vorzuweisen. Der wurde vom Dirigenten ausführlich zelebriert, zunächst etwas getragen, was die Strahlkraft dieser C-Dur-Symphonie noch verstärkte. Jedes Motiv war detailliert ausformuliert, seufzende Geigen, tänzerische Motive formierte Nelsons zu einem prächtigen Klanggemälde.

Mit Antonín Dvořáks viel zu selten aufgeführter „Sechster“ in D-Dur trumpfte der Elite-Klangkörper richtig auf. Schon im ersten Satz war zu hören, wie nah ihnen das böhmische Idiom ist. Nelsons ließ Frohsinn mit Schwärmerei verschmelzen. Im langsamen Satz führten sie mit mysteriösen Streicherpassagen in ein feines Klangmärchen. Dann der Kontrast mit dem ausgelassenen „Furiant“, einem böhmischen Volkstanz. Von den Solisten sind die Holzbläser und die Hörner hervorzuheben. Auf die Rasanz und Präzision im Finale folgten Ovationen.”

Kurier

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